Horizontaler und vertikaler Kieferkammaufbau

Abb.4

Horizontaler und vertikaler Kieferkammaufbau mit der nicht resorbierbaren NeogenÒMembran

Das primäre Ziel dieser modifizierten Fixation der Neogen Membran ist die Schaffung von Knochensubstanz im Endstrombahngebiet des Kieferkamms. Die bisher verwendete Teflon-Membran-Barriere kann jedoch anfällig für Komplikationen sein. Die hier verwendete Fixationsmethode mit Titanpins und mit der Deckschraube fixierten Neogen Membran verbessert die Stabilität und verminderte dadurch die Inzidenz von Wundheilungsstörungen. Aufgrund der drastischen Abnahme jener Wundheilungsstörungen darf man annehmen, dass die totale Fixierung der Membran der Schlüssel zum Erfolg ist.

Dr. Christian Schober

 

Bei 75 Patienten in einem Zeitraum von 30 Monaten wurden je eine oder mehrere Neogen Membranen verwendet. Vor allem die verbessert Langzeitstabilität im Vergleich zu der bisherigen Methode war hierbei äußerst auffällig. Für die Koagulum-Stabilisierung wurde sowohl allogenes als auch xenogenes Knochenersatzmaterial verwendet.

 

/// Zur Methode

In die titanverstärkte Membran wird zuerst eine kreisrunde Öffnung hineingestanzt. Durch die kombinierte Fixierung mit Titanpins und mit der originalImplantatdeckschraube (NeossÒ) kann eine absolut stabile Modellierung der Membran erreicht werden.

In der Nachfolgend wird diese Methode anhand eines Fallbeispiels dargestellt.

Der 19-jährige männliche Patient erlitt ein Frontzahntrauma beim Eishockeyspielen. Die primär alieno loco reponierten total luxierten Zähne (11,12,21) mussten wegen einer Wundinfektion nach 2 Wochen entfernt werden. Nach einer 3-monatigen Versorgung mit einer Modellgußprothese konnte die Rekonstruktion des Alveolarkamms durchgeführt werden.

 

Die bei der volumentomographischen Darstellung festgestellte Incisivuszyste konnte in derselben Operation saniert werden.

 

– AUTOR

Dr. Christian Schober

 

– KONTAKT

Ordination Dr. Christian Schober  
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